[Rezension] Nothing like us











Preis: € 6,99 [D]


Seitenanzahl: 530


Reihe: Upper East Side Reihe 1

Verlag: Lyx Digital


Meine Wertung: ✰✰✰✰



Inhalt: 

Die 19-jährige Lena Winter kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat einen Praktikumsplatz in der Küche des WEST Hotel & Residences ergattert – eines der größten und angesehensten 5-Sterne-Hotels in New York. Doch statt den Köchen und Pâttisieren bei der Arbeit zuzuschauen oder gar zur Hand zu gehen, muss sie an ihrem ersten Tag im Hotel den Hof fegen und Wäschekammern aufräumen. Das hatte sie sich eigentlich anders vorgestellt. Zumal ihr dann auch noch ein anderer Praktikant zur Seite gestellt wird, der zwar unverschämt attraktiv ist, dessen überhebliche Art sie aber vom ersten Moment an in den Wahnsinn treibt. Was sie nicht ahnt: Der Mann, den sie soeben zum Bodenfegen verdonnert hat, ist niemand anders als Sander West, der Sohn und Erbe des milliardenschweren Besitzers der WEST-Hotelkette. Doch Sander ist so fasziniert von der schlagfertigen und ehrgeizigen jungen Frau, dass er das Missverständnis nicht aufklärt. Schon bald knistert es heftig zwischen den beiden. Aber was geschieht, wenn Lena die Wahrheit erfährt?

Meinung: 

Ich war total geil auf dieses Buch. 
Ich LIEBE Bücher, die in Hotels spielen oder was mit Essen zu tun haben, und der Klappentext und das Cover haben mir sofort Lust auf Nothing like us gemacht, auch, wenn ich eher weniger im New Adult Genre unterwegs bin, hat sich der Ausflug dahin - im Großen und Ganzen - gelohnt. 

Wir lernen Lena kennen, eine junge Deutsche, die es geschafft hat, in einer der Top Adressen in New York - dem WEST Hotel - einen Praktikumsplatz zu ergattern. Ihr Traum ist es in der Pattiserie zu arbeiten, aber bevor sie Träume aus Schokolade kreiiren kann, muss sie erst mal durch den ätzenden Pratkikantenalltag. Und der besteht nun mal aus Fegen, Aufräumen und Putzen. 
Noch dazu bekommt sie einen Typen zur Seite gestellt, der zwar furchtbar heiß, aber auch furchtbar von sich eingenommen ist. Sander. 

Die Konstallation in Nothing like us, ist ganz klassisch für so ziemlich jede Großstadt-Lovestory. Junges, naives Ding will die Welt erobern und trifft dabei auf den verkleideten Prinzen aus der großen Stadt. Das Buch lässt sich sehr schnell und leicht runterlesen. Das liegt auch an dem Schreibstil von Kim Nina Ocker, die beide Charaktere schlagfertig und sarkastisch angelegt hat. 

"Ich hab weder die Geduld noch die Buntstifte, um dir das jetzt zu erklären"

(Pos. 322//6%)

Allein bei dem Satz, hab ich ungefähr zwei Minuten gelacht, wollte dann weiterlesen, hab den Satz nochmal gelesen und wieder gelacht. Am Anfang macht das Buch wirklich Spaß, das Setting ist einfach super und ich als Leser wollte wissen, wann Lena endlich rausfindet, wer Sander ist. 
 
Und genau da, fing das Problem an. 
Es dauert EWIG, bis sie dahinter kommt und irgendwann nach dem fünften Mal, als Sander die Chance hatte, es ihr zu sagen, stellte sich bei mir Frust ein. Weil man einfach ein Problem eine gewisse Zeit "auswalzen", kann, bevor es sich totläuft. So war der Mittelteil des Buches leider etwas zäh. Als sich Lena und Sander endlich zusammenraufen, sind immer noch knapp 100 Seiten übrig, was dann irgendwie wieder in genretypisches "Problemgesuche" ausartet. 
Das Ende entschädigt natürlich dafür, aber der Weg dahin, war teilweise steinig.Ich mag zwar schlagfertige Protagonisten, aber Sander und Lena zicken sich die ganze Zeit ununterbrochen an. Wegen jedem Staubkorn. Das ist am Anfang noch super charmant, aber nach 300 Seiten hätte ich gern eine Entwicklung in ihrer Beziehung gesehen, anstatt ewiges Herumdiskutieren. 

Zusammenfassend kann man sagen, dass Nothing like us, ein schöner NA-Roman mit toller Kulisse und lockerem, lustigen Schreibstil ist. Natürlich werden auch hier genreeigene Klischees bedient und der Plot an sich, folgt einer schon bekannten Erzählstruktur. Wer damit keine Probleme hat, wird von dem Buch außerordentlich gut unterhalten werden.

Empfehlen kann ich das Buch Einsteigern in das Genre, genauso wie solchen Lesern, die total auf Hotelsettings abfahren (wie mich).



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