[gemeinsam lesen] die Runen der Freiheit



Heute bin ich mal wieder bei gemeinsam lesen mit dabei, heute mit einem historischen Roman. Wer hätte das gedacht? 
;)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Runen der Freiheit von Michael Peinkofer und ich bin bei 25%

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Iains Loyalität rührte ihn, vorallem aber beschämte sie ihn
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

HUMPF
Ich habe ja schon einige Bücher des Autors gelesen, und Michael Peinkofer ist eine Bank, wenn es um Bücher geht, ABER auf dieser Bank ruht er sich aus. 

Das Buch ist einfach so, Standard, dass es nichts gibt, was mich irgendwie daran fesselt. Gut und Böse sind schwarz und weiß. Unser Held soll mich für sich einnehmen, weil er gut ist, aber eigentlich nervt er mich nur, weil er dumm ist. Sein böser Halbbruder ist ein viel interessanter, aber er ist halt nur da, um den Bösen zu geben und das nervt mich. 

Noch dazu muss ich - als Bogenschützin - immer die Augen rollen und den Kopf auf den Tisch schlagen, wenn Protagonist Eadric mal wieder mit seinen Skills loslegt. Und auf 150 Yards einen Helm, in den Sehschlitz trifft (weil er darauf gezielt hat)  oder die ganze Zeit mit gespanntem Bogen durch die Weltgeschichte marschiert oder ein Pfeil der aus nächster Nähe von einem englischen Langbogen geschossen wird, nur ein paar Zentimter tief in Eadrics Brustkorb eindringt, anstatt ihn zu durchlöchern und zu töten. Wir reden immerhin von einer Waffe mit einem Zuggewicht von 80 englischen Pfund (36 kilo) der Typ, der Eadric den Bogen abgenommen hat, hätte den gar nicht spannen können, geschweige denn schießen und das ganze Zeug regt mich einfach so so so auf. 

Wäre das kein Rezi-Ex, würde ich aufhören zu lesen

4. Nimmst du dir bei bestimmten Büchern vor, sie noch einmal zu lesen und wenn ja, tust du es auch?

Eigentlich nicht. 
Ich bin ja eine relativ langsame Leserin, und hab für großangelegte Re-Reads keine Zeit. Aber meine Herzensbücher stehen im Regal und ich lese IMMER mal wieder hier rein und da rein und schlag die Stellen auf, die ich mir mit Post-Its markiert habe. Und so kann es sein, dass ich manche Bücher sicher schon 5-6 Mal gelesen habe. 

Und eigentlich müsste ich die letzten drei Bände der Gentlemen-Bastards von Scott Lynch nochmal lesen, weil jetzt bald endlich Bd. 4 erscheint. Aber mal ehrlich, WANN soll ich denn bitte 3000 Seiten lesen? 

***

Und jetzt bin ich gespannt, was ihr lest und wie ihr es mit den Re-Reads haltet
 

Kommentare

  1. Guten Morgen

    Danke für deinen lieben Besuch. Dein Buch kenne ich nicht, den Autor aber schon (wobei ich glaube ich noch nichts von ihm gelesen habe). Du wirkst im Moment nicht gerade begeistert, ich hoffe, das Blatt wendet sich noch!

    Ja, die Zeit ist definitiv ein Problem...

    Liebe Grüsse
    Katy

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  2. Hey :)

    Das Buch kenne ich noch nicht, der Autor sagt mir aber was. Ich bin aber nicht unbedingt der Fan von historischem.
    Schade, dass dich das Buch nicht begeistert, ich hoffe, dass bessert sich noch :)

    Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich (glaube ich) noch mehr Bücher rereaden^^

    Mein Beitrag

    Liebe Grüße und einen schönen Dienstag :D
    Andrea

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  3. Huhu,
    dein aktuelles Buch kenne ich nicht, schade, dass es dir nicht so zusagt. Hoffentlich wird es noch besser!
    Ich habe auch kaum Zeit eigentlich Bücher zu rereaden, aber manchmal finde ich, muss das sein, da ich sonst in eine Leseflaute verfalle. Aber Lieblingsstellen lese ich mir tatsächlich auch gerne durch :-)
    Hier auch mein Beitrag dazu, wenn du mal vorbeischauen willst :)

    Liebe Grüße,
    Tanja ♥

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  4. Hey Nadine,

    Ich habe deine Tweets auf twitter zum Buch ja schon ein bisschen nachverfolgt.
    Schade, dass dir das Buch nicht wirkich gefällt. Als ich Bogenschütze gelesen habe, dachte ich zuerst du liest vielleicht den Roman von Mac P. Lorne. Bei dem Buch wäre ich auch sehr gespannt auf deine Meinung. Ich könnte dir gar nicht sagen, ob mich die Dinge stören würden, die dich an dem Roman stören. Mit Bogen schißen kenne ich mich gar nicht aus und auch beim Roman von Mac P. Lorne sind das wahre Meisterschützen. Mit dem Gut und Böse Schema bin ich meist auch sehr tolerant. Ich drücke dir die Daumen, dass das Buch noch besser wird.

    LG, Moni

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    1. Morgen!

      Im Grunde habe ich kein Problem damit, dass Eadric ein Meisterschütze ist, sondern, wie es dargestellt wird.

      Ein englischer Langbogen hat eine Reichweite von ca. 200m da sind die 137 durchaus möglich. Ich kann auch glauben, dass Eadric Gap-Shooting betreibt (also mit Pfeilspitze und Bogenfenster zielt und die Entfernung einschätzen kann)
      Was mich daran stört ist, dass er schießt und sofort WEIß dass er aus dieser Entfernung getroffen hat. Ins Visier eines Helmes. Das kann er aus dieser Entfernung unmöglich sehen. Wenn ich aus 50 Metern schieße, glaube ich manchmal, "Kill" geschossen zu haben (also "Ins Schwarze") wenn ich mich dem Ziel aber nähere sehe ich "Mist um 2cm verzogen"
      Ein Langbogenschütze konnte 5-7 Pfeile in der Minute abfeuern, aber diese Leute schießen auf Masse, nicht auf Ziel.

      Michael Peinkofer hat es IMHO versäumt aus Eadric eine interessante Figur zu machen, nach fast 50% des Buches ist er immer noch flach wie Holland. Das Einzige in dem er heraussticht ist das Schießen und der Autor überzeichnet diese Fähigkeit fast schon ins groteske, wenn er z.B. erwähnt, dass Eadric einen Pfeil HÖRT, bevor dieser trifft.

      Zum Thema schwarz/weiß:

      Für mich signalisiert die klare Aufteilung in schwarz/weiß gut/böse Held/Schurke einfach nur, dass der Autor sich keine Mühe bei Konflikten und seinen Figuren machen will.

      Der Konflikt ist: Eadric muss William Wallace töten, um zu bekommen, was er will, aber er stellt fest, dass die Schotten irgendwie Recht haben.

      Ende

      Der Autor arbeitet auf den ersten 30 Seiten den Konflikt schon so heraus, dass der Gute (Eadric) immer im Recht ist und der Böse (Gerard) immer im Unrecht. Gerard quält Eadric und der Autor will auf diesem Weg erreichen, dass wir - als Leser - die Ungerechtigkeit erkennen (sie ist ja eh "in dein Gesicht") und so Empathie für Eadric empfinden.

      Bei mir - die einfach schon bessere Bücher gelesen hat - löst es eher das Gegenteil aus und ich erkenne, den billigen Trick, mit dem der Autor mich ködern will. Anstatt Eadric also als Held aufzubauen, indem man ihm wirklich Situationen abfordert, in denen er sich meine Empathie verdienen muss, serviert Peinkofer mir diese Momente auf dem Silbertablet.

      Ein Buch mit einer solch klaren Aufteilung und "lazy Storytelling" schafft es bei mir NIE über die 3* Marke hinaus, weil Figuren und Konflikt, das wichtigste an einer Story sind.

      lg
      nadine


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    2. Ich hab das Buch nicht wirklich gelesen, deswegen kann ich das schwer einschätzen, ob mich das in deinem aktuellen Buch auch so stören würde oder nicht. Ich weiß nur, dass bei Ken Follett und Rebecca Gablé das im Grunde ähnlich ist. Du weißt, wer gut ist und du weißt, wer böse ist und da stört es mich persönlich nicht.
      Kann aber verstehen, dass dich das nervt, wenn du bisher eher anderes gelesen hast und dir das dann besser gefallen hat.

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  5. Hallo,
    ah, das ist also das Buch über das du auch twitterst? Klingt ja spannend....nicht! Schade das es nicht so dolle ist, dabei klingt es ganz gut!
    Ich plane auch keine Re-Reads. Aber in meine Lieblingsbücher lese ich auch immer wieder rein. Vor allem wenn ich einen echt miesen Tag hatte und gerne was tolles als Ablenkung lesen will :)

    LG

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